(01.2026) Fachvorträge und Ergebnisse der Tagung des “Neurobiology of Grief” International Network (NOGIN) an der Universität Regensburg (Ende 2025/Januar 2026).
Kernaussage: Die Wissenschaft verabschiedet sich endgültig von linearen Phasenmodellen (wie Kübler-Ross). Aktuelle Studien zeigen, dass Trauer ein dynamischer, integrativer Anpassungsprozess des Gehirns ist, bei dem das Immunsystem und neuronale Netzwerke physisch auf den Verlust reagieren.
Für die Trauerbegleitung bedeutet dies eine Abkehr vom "Druck des Loslassens". Trauer wird nicht mehr als zu lösendes Problem, sondern als biologische Transformationsleistung verstanden, was den individuellen Druck von Hinterbliebenen nimmt.